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Sequoya ... ein Cherokee, der Geschichte machte
... von Tina aus Österreich und mir
 
Sequoya, der eigentlich Sikwayi hieß, ist der Begründer des Cherokee-Alphabets. Er wurde 1760 als Sohn einer Cherokee und eines deutschen Händlers geboren und indianisch erzogen. Über seine Kindheit ist nur bekannt, dass er sich auf Grund eines Jagdunfalls eine lebenslange Körperbehinderung zuzog. Er verdingte sich als Jäger und Pelzhändler und arbeitete in einer Silbermine. Als Unterzeichner von Verträgen und anderen Urkunden erschien er erstmals 1816. Sequoya ahnte wahrscheinlich, dass Bildung für seine Leute sehr wichtig sein könnte, also stellte er 1809 ein eigenes Alphabet zusammen. Er dachte, ein gebildeter Indianerstamm habe bessere Chancen und mehr Möglichkeiten den Weißen gegenüber. Als er sich auch durch den Spott und die Widerstände seiner eigenen Leute nicht von seiner Arbeit abbringen ließ, verdächtigten die Cherokee ihn der Hexerei und verbrannten seine Hütte sowie seine gesamten Aufzeichnungen. Enttäuscht verließen Sequoya und eine Gruppe Cherokee nun das Gebiet ihres Stammes und ließen sich in Arkansas auf der anderen Seite des Mississippis nieder. 1821 kehrte Sequoya zum Hauptstamm zurück und brachte seinen ungläubigen Stammesgenossen eine geschriebene Botschaft der Arkansas-Gruppe. Er hatte ein Alphabet mit eigenen und lateinischen Buchstaben entwickelt, doch es hatte nie die Bedeutung des Alphabets der Weißen. Dies Alphabet umfasste 85 Buchstaben, davon waren fünf Vokale, einer repräsentierte das s, der Rest stand für Silben, die allesamt aus einem Konsonanten und einem Vokal bestanden. Nachdem Sequoya sein Alphabet vorgeführt hatte, erklärten sich die Häuptlinge dazu bereit, es zu erproben. Diese Erprobung wurde ein großer Erfolg und schon nach wenigen Monaten konnten die meisten Cherokee des Stammes lesen und schreiben. Bereits 1828 erschien die erste Zeitung in der Cherokee-Sprache, sie hieß "Cherokee Phoenix". Da Sequoya seine Aufgabe nun erfüllt sah, ging er wieder nach Arkansas. Dort wollte er ein Universal-Alphabet für Indianersprachen schaffen, doch das entpuppte sich als undurchführbares Unterfangen. Als er dann von einer Gruppe Cherokee hörte, die einst nach Mexiko gewandert waren, machte er sich auf um deren Geschichte zu erforschen. Von dieser Reise kehrte Sequoya nicht zurück. Er starb 1843. Sequoya´s Alphabet war für die Bewahrung der Traditionen des Volkes der Cherokee von großer Bedeutung, weil sie nun unter anderem Rituale und Zeremonien (die vorher nur mündlich überliefert wurden) aufschreiben und sie so den Nachkommen ihres Volkes hinterlassen konnten.
Sequoyas Alphabet, das aus 85 Buchstaben bestand, davon waren fünf Vokale, einer repräsentierte das s, der Rest stand für Silben, die sich allesamt aus einem Konsonanten und einem Vokal zusammensetzten.
...von Tina aus Österreich
 
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